Ein vereinfachtes neuronales Netz zeigt, wie sich Verbindungen zwischen Nervenzellen durch Erfahrung verändern — und wie Erinnerungen im Schlaf gefestigt oder abgebaut werden.
Du siehst drei Spalten aus Nervenzellen (Neuronen). Die linke Spalte steht stellvertretend für eingehende Sinnesreize — zum Beispiel dafür, dass du das gesprochene Wort „STIFT“ hörst. Die mittlere Spalte sind Verrechnungsneuronen, die Signale weiterleiten und verknüpfen. Die rechte Spalte steht für den gedanklichen Output — zum Beispiel die Vorstellung „ich denke an ✏️“.
Zwischen den Neuronen liegen Synapsen — hier als Linien mit einem kleinen Knoten (dem Synapsen-Endknöpfchen) dargestellt. An jeder Synapse entscheidet die Zahl der Botenstoff-Moleküle (Transmitter) und Rezeptor-Kanäle darüber, wie wahrscheinlich ein Signal weitergegeben wird. Klicke jederzeit auf eine Synapse, um diese Zahl zu sehen.
Ein Wort und ein Bild treffen gleichzeitig ein. Die beteiligten Synapsen werden dadurch etwas stärker — unabhängig davon, ob die Kombination „richtig“ war.
Nur das Wort wird gegeben. Das Netz „denkt nach“ und aktiviert das Output-Neuron, zu dem die stärksten Verbindungen führen.
Genutzte Verbindungen werden konsolidiert, ungenutzte Wege bauen sich langsam ab — genau wie beim echten Gedächtnis.