So etwas hat es in Lünern noch nie gegeben: Das Ludwig-Polscher-Haus, eigentlich ein Treffpunkt für Gemeindemitglieder und Veranstaltungsort für dorfinterne Veranstaltungen, wurde für einen Tag zum Raumschiff umgebaut. Die Crew des U.S.S. Vision e.V. hat in Kooperation mit der Kirchengemeinde Hemmerde-Lünern und dem Kinder- und Jugendbüro Unna zum ersten Mal den mobilen Brückensimulator aufgebaut, um 4 galaktische Missionen mit insgesamt 34 Kindern stattfinden zu lassen.

 

 

 

 

 

Ostermontag 2022, 7 Uhr morgens: Mit dem Eintreffen der ersten Crewmitglieder, die teilweise aus dem Großraum Münster, aus Greven oder Bochum angereist sind, erwacht das Ludwig-Polscher-Haus zum Leben. Computer werden hochgefahren, die mit dem einzigartigen Simulationsprogramm „VisionVersum“ ausgestattet sind, das der Verein eigens für Veranstaltungen wie diese entwickelt und programmiert hat. Stellwände, bedruckte Banner, LED-Ketten und liebevoll gestaltete Konsolen verwandeln den großen Saal des Ludwig-Polscher-Hauses in die Brücke des Raumschiffes „U.S.S. Vision“. Der angrenzende kleinere Saal wird mit Mikroskopen und diversen Reagenzgefäßen in das VisionLab umgestaltet, das Bordlabor der „U.S.S. Vision“.

Nach vielen Stunden der Vorbereitung ist es um 11:30 Uhr soweit: mit 10 Kindern und 4 Vereinsmitgliedern wird die Brücke zum ersten mal für eine Mission besetzt.

Auf das Kommando „Energie!“ von Captain Björn Redemann beginnt für sie das Abenteuer durch das virtuelle Weltall, bei dessen Erkundung die Kinder die Grundlagen der Astronomie und Raumfahrt kennen lernen. Wie findet man sich im All zurecht? 

Wie steuert man ein Raumschiff? Woran erkennt man bewohnbare Planeten? Jede Brückenstation bot den Kindern andere Einblicke in die Welt von Wissenschaft und Technik, zeigte jedoch auch, wie wichtig Teamwork beim Lösen eines größeren Problems sein kann. Besonders zeigte sich dies bei der Untersuchung einer Bodenprobe im VisionLab, bei der mit einem Streifen Indikatorpapier fachgerecht Säuren und Basen unterschieden werden mussten.

Auch das Thema Sicherheit spielte während der Mission eine große Rolle. Als sich nämlich der Captain beim Missachten der Sicherheitsbestimmungen im Labor eine (selbstverständlich gespielte) Verletzung zuzog waren es die Kinder, die mit dem ersten Offizier das Schiff selbstständig zur Erde zurücksteuern mussten. Dort angekommen war die Erleichterung groß, doch dabei allein sollte es nicht bleiben: Raphael Zylberstein, der Leiter der „VisionSpaceAcademy“ überraschte die jungen Raumfahrer mit Urkunden zur ersten bestandenen Mission, bevor es zu einer Reihe an Erinnerungsfotos wieder nach Draußen ging.

Bei einer Reihe an Besuchen auf der Brücke zeigten sich neben Eltern der Kinder auch Vertreter des Kijub Unna und der Kirchengemeinde beeindruckt von dem Projekt, der Technik und dem pädagogischen Konzept. Auch die Crew der U.S.S. Vision ist nach vier Raumflügen stolz und zufrieden.

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